Neuraltherapie

 

 

ist ein Therapieverfahren, das über das Nervensystem wirkt. Hierbei werden örtliche Betäubungsmittel, sogenannte Lokalanaesthetika in Reflexzonen, Narben, Störfelder oder Schmerzbereiche injiziert. Meist wird das Mittel Procain(*1) verwendet.  Durch Injektion von Lokalanästhetika wird die natürliche Selbstheilung wirksam unterstützt und teilweise überhaupt erst ermöglicht.

 

Als modernes Regulationsverfahren beeinflusst die Neuraltherapie alle Regelkreise des Organismus: nerval, hormonell, muskulär, zirkulatorisch und lymphatisch ebenso wie Skelett, Verdauungs- und Ausscheidungsorgane. Damit sind die Einsatzmöglichkeiten breit gefächert. Neuraltherapie ist weit mehr als nur Betäubung – durch die entspannende, entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und Blockierungen aufhebende Wirkung setzt sie nachhaltige Heilungsprozesse in Gang und zwar nicht nur bei akuten Beschwerden, sondern gerade auch bei chronischen Krankheitsbildern.

 

Somit eignen sich die Neuraltherapie und ihre Behandlungsmethoden für viele Formen von Schmerzzuständen, Allergien und Erkrankungen innerer Organe.

 

(*1 )Was ist Procain?

Procain ist ein Lokalanästhetikum, ähnlich wie dies täglich beim Zahnarzt angewendet wird. Procain hat verschiedene Vorteile gegenüber den üblich angewendeten Lokalanästhetika: Es hat keine Zusatzstoffe, welche Nebenwirkungen auslösen können, es fördert die Durchblutung an der erkrankten Körperstelle und wird im Körper innerhalb von 20 Minuten abgebaut. Es kann auch im Falle einer Schwangerschaft und bei Kindern angewendet werden.